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Herstellung von Ofenkacheln

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Start: Die Form


Jeder Kachelofen wird individuell geplant.
Grundlage für die Planung sind die Formteile einer Kachelserie.
Ausgehend von einer Mutterform müssen die Arbeitsformen aus Gips hergestellt werden.
Je nach Rohstoff (Masse) können 25 bis 40 Kacheln mit einer Arbeitsform hergestellt werden.

Rohstoffe


Aus Ton, Kaolin, Feldspat, Quartz und ggf. Schamotte besteht eine Keramische Masse für Ofenkacheln.
Zusammen mit Wasser wird zunächst der sogenannte Schicker für das Gießen hergestellt.

Rohstoffe


Der Schlicker muss neben der Zusammensetzung weiter Eigenschaften aufweisen.
Eine davon ist die Viskosität.
Zu Entwicklungszwecken wird per Hand in einfach anmutende Formen gegossen.

Gießen


Nach dem trocknen der Gipsformen kann (erneut) eine Ofenkachel gegossen werden.
Der Schlicker wird in die Gipsform gegeben.
Anschließend muss die Form stehen bleiben, damit dem Schlicker das Wasser entzogen werden kann.

Ausformen


Nach einiger Zeit hat die Ofenkachel eine gewisse Stabilität.
Nun kann die Ofenkachel entformt werden.
Die Form selbst muss nun wieder getrocknet werden.
Neben dem Gießen ist das Handformen mit plastischen Massen eine manchmal noch praktizierte Herstellungsmethode.

Abrichten u.a.


Weitere Bearbeitungsschritte an der lederharten Ofenkachel sind oft üblich.
Ein Beispiel ist das Strukturieren der Ofenkachel.
Nach den o.g. Bearbeitschritten ist ggf. notwendig, die Ofenkachel per Hand abzurichten.

Verputzen


Nach Gießen und ggf. notwendiger Bearbeitung muss die Ofenkachel verputzt werden.
Verputzen heißt entfernen z.B. von Graten.
Hierzu werden Schwämme und Pinsel verwendet.

Trocken & Glasur


Nach dem Verputzen und nach dem Glasieren muss die Ofenkachel trocknen.
Wegen der Vielzahl von Glasuren und der Autragsspezifischen Prouktion muss für jede Anlage die Glasur gemischt werden.
Dies erfolgt kurz vor dem Glasieren.

Glasieren


Nach dem Trocknen können die Ofenkacheln glasiert werden.
Hierzu kann u.a. mit der Spritzpistole oder mit Handschütten gearbeitet werden.
Spezielle Effekte machen ggf. besondere Techniken notwendig.
Anschließend müssen die Ofenkacheln wieder getrocknet werden.

Setzen und Brennen


Nach einem erneuten Trocknungsprozess können die Ofenkacheln gesetzt werden.
Nach dem Setzen kann das Brenngestell in den Ofen zum Sintern kommen.
Sintern bedeutet eine Temperaturbehandlung im Bereich 1.060°C bis 1.100°C über mehr als 24h.
Dabei muss darauf geachtet werden, dass nur eine "Farbe" pro Ofen gesintert wird um Fehler zu vermeiden.

Hartbearbeitung


Nach dem Sintern erfolgt die Hartbearbeitung der Ofenkacheln mittels Diamantwerkzeugen.
Es können zuschnitte gemacht werden.
Außerdem kann es notwendig sein, die Kanten zu schleifen.

Zuletzt: Endkontrolle und Versand


Vor dem Verpacken und dem Versand werden die Ofenkacheln nochmals geprüft.
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