Wärmebeständigkeit

 

 

 

Wärmebeständigkeit

Die Temperaturwechselbeständigkeit wird an trockenen Ofenkacheln gemessen. Hierzu werden die Ofenkacheln in einen Trockner, Ofen o. ä. mit 300°C (± 10K) gegeben und 30 Minuten der Temperatur ausgesetzt. Danach erfolgt das Abkühlen der Ofenkachel auf Zimmertemperatur. Dies erfolgt einseitig stärker (schneller), um so die Festigkeit gegenüber eventuell auftretenden Temperaturspannungen festzustellen.

Die einseitige Abkühlung geschieht in einem nach oben offenen Isolierkasten (aus hitzebeständigen Isolierstoffen wie Molersteinen, Isoliermatten, Schaumsteinen u.ä.) derart, dass die Kachel mit dem Steg (falls vorhanden) in den Isolierkasten gelegt wird und die obere, glasierte Kachelblattseite mit etwa halber Dicke in den freien Raum ragt.

 

Prinzipskizze für den Isolierkasten (Temperaturwechselbeständigkeit)

Die Abkühlung ist erreicht, wenn die Oberfläche der Kachel maximal noch 35°C besitzt. Dieser Prüfzyklus wird zehnmal durchgeführt.

Die Anforderung an die Temperaturwechselbeständigkeit ist erfüllt, wenn nach 10 Prüfzyklen keine Kachelschädigungen aufgetreten sind.

Die Messung der Wärmeausdehnung erfolgt in Anlehnung an DIN 51045-2 an Probestäben, die aus gebrannten Ofenkacheln herausgeschnitten werden.
Die Ausdehnungsmessung erfolgt im Dilatometer in einem Temperaturbereich von 20°C bis 320°C.

Die Ergebnisse werden in dem AK-Wert x 10-6K-1 angegeben und sollen den Wert AK = 8,5 x 10-6K-1 nicht übersteigen.

 

 

23.06.2015